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Opioide und Fahrtüchtigkeit

Auf dem Kongress der DGS im März 2017 wurde die uns allen geläufige Problematik der Fahrtüchtigkeit bei Opioideinnahme sehr kompetent u. a. durch Vertreter des Verkehrssicherheit-Institutes erörtert. Das Problem ist aktuell geworden, weil bei Verkehrskontrollen zunehmend geprüft wird, ob die Patienten Drogen konsumiert haben. Dabei werden unsere Patienten positiv getestet.
Dabei stellte sich heraus, dass im Falle eines Verkehrsunfalles eines Patienten, der mit Opioiden therapiert wird, der verordnende Arzt nachweisen muss, dass er den Patienten über die mit diesen Medikamenten verbundenen Auswirkungen auf seine Fahrtüchtigkeit aufgeklärt hat. Dazu reicht die alleinige Übergabe eines der im Umlauf befindlichen „Informationszettel“ nicht aus. Wir haben mit der Rechtsabteilung unserer Ärztekammer MV die Problematik ausführlich diskutiert und möchten die Empfehlungen und Anregungen allen Mitgliedern zur Kenntnis geben und um Meinungsäußerungen und Erfahrungen bitten.

1    Wir empfehlen dringend, das Aufklärungsblatt vom Patienten unterzeichnen zu lassen und zu den Krankenakten zu nehmen.
2    Dabei sollte dokumentiert werden, dass der Patient im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte ist und dass er gesundheitlich in der Lage ist, die Ratschläge und Warnungen zu verstehen und die Risiken zu erkennen.
3    Der Arzt bestätigt, dass der Patient den Inhalt des Informationsblattes zur Kenntnis genommen hat.
4    Individuelle Empfehlungen und Hinweise sollten dokumentiert werden.
5    Es muss darauf hingewiesen werden, dass der Patient zur kritischen Selbstprüfung  seiner Fahrtüchtigkeit verpflichtet ist und im Falle der Teilnahme am Straßenverkehr selbst die volle Verantwortung trägt – wie jeder andere – auch.
6    Das Informationsblatt und gegebenenfalls individuelle Hinweise sollten die Patienten darüber informieren, dass bei
-    Einnahme von Alkohol
-    Allgemein schlechter körperlicher und geistiger Verfassung
-    Erhöhter Tagschläfrigkeit
-    Erhöhte Konzentrationsschwierigkeiten
-    Schwindel
von der Teilnahme am Straßenverkehr abgesehen werden sollte.
Es ist sicherlich sinnvoll, wenn wir für unser Netz ein einheitliches Vorgehen konzipieren, um eine hohe Rechtssicherheit zu gewährleisten. Wir bitten um Vorschläge und Hinweise unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

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